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Dienstag, 5. Oktober 2021

Grippeimpfung – gib dem Virus keine Chance

Der Piks, der mich und andere schützt




Auch im zweiten Corona-Jahr bleibt die Grippeschutzimpfung eine wichtige Maßnahme, um das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu schützen. Wie im letzten Herbst gilt es zu vermeiden, dass sich die Grippewelle mit der erwarteten vierten Corona-Welle überschneidet. Die Grippeschutzimpfung wird in Baden-Württemberg für alle gesetzlich Versicherten von den Krankenkassen bezahlt und sollte von möglichst vielen Menschen wahrgenommen werden, so der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV).

Eine Schutzimpfung erfüllt immer zwei Zwecke: Sie schützt den Geimpften selbst, aber sie entwickelt über die sogenannte Herdenimmunität immer auch eine positive Breitenwirkung für die gesamte Bevölkerung. Friederike Habighorst-Klemm, Patientenbeauftragte im Vorstand des LAV erklärt: „Eine Schutzimpfung ist nicht nur eine Sache, die meiner Gesundheit dient, weil sie verhindert, dass ich beispielsweise an der ernstzunehmenden Influenza erkranke. Für mich ist ein ebenso wichtiger Aspekt, dass ich über diesen Weg auch solidarisch etwas für meine Mitmenschen tun kann.“ Wenn sich viele Menschen impfen lassen, sinken die Zahlen derer, die schwer an der Grippe erkranken können. 

Gerade für ältere Personen oder für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem stellt die Influenza eine echte Bedrohung dar

Je nach Schwere der Grippewelle schwanken die Sterbezahlen in Deutschland jährlich zwischen mehreren hundert bis über 20.000 Grippetoten. „Die Grippeschutzimpfung ist ein Piks, der mich und andere gleichermaßen schützen kann. Es ist ein echtes Anliegen der Apothekerschaft, dass wir auch in Baden-Württemberg eine gute Durchimpfungsrate erreichen“, sagt Habighorst-Klemm.

Bereits im vierten Jahr klärt die Apothekerschaft mittels ihrer Kampagne unter www.impfopoint.de auf verschiedenen Plattformen im Internet zur Grippeschutzimpfung auf. Auf der Kampagnenseite sowie begleitend auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram werden viele Fakten rund um die Grippeschutzimpfung thematisiert. So wird dort nochmals gut erklärt, wie wichtig auch Hygienemaßnahmen während der Grippezeit sind, so die Patientenbeauftragte des LAV: „Gründliches Händewaschen, das Niesen in die Armbeuge oder auch die Abstandsregeln sowie das Tragen der Mund-Nase-Masken sind Maßnahmen, die jetzt im Herbst einen zusätzlichen Schutz vor Ansteckungen bieten können. Wer sich dann noch gegen Grippe impfen lässt, geht gut geschützt in die kalte Jahreszeit.“

Donnerstag, 7. Januar 2021

Grippeschutzimpfung macht auch jetzt noch Sinn

Influenza: Jetzt noch impfen lassen 

 

Frank Eickmann, Pressesprecher des LAV
Quelle/Copyright:© LAV

  

 
Stuttgart – Der Höhepunkt der Influenzasaison kommt erfahrungsgemäß im Januar und im Februar eines Jahres. Für die wichtige Grippeschutzimpfung ist es deshalb auch heute noch nicht zu spät, denn der Impfschutz ist etwa 10 bis 14 Tage nach der Impfung vollständig aufgebaut. Deshalb rät der Landesapothekerverband Baden-Württemberg Spätentschlossenen, sich noch möglichst schnell gegen Influenza impfen zu lassen. Die Impfung bietet dann für 6 bis 12 Monate Schutz vor einer Infektion mit Grippeviren.

Im November und Dezember mussten die baden-württembergischen Apotheken ihre Kunden und die Hausärzte immer wieder vertrösten, weil die Hersteller ihre Impfstoffe nicht ausreichend und schnell genug liefern konnten oder sogar bereits ausverkauft waren. Erst im Dezember wurden dann rund sechs Millionen Impfdosen der sogenannten Nationalen Impfreserve freigegeben. „Diese Menge hätten wir besser bereits im November gehabt, als die Nachfrage sehr hoch war“, erklärt Frank Eickmann, Pressesprecher des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. Aber: Viele Apotheken meldeten aktuell, dass sie zum Abschluss der Impfsaison jetzt im Januar wieder gut bevorratet sind. „Für die wichtige Grippeschutzimpfung ist es auch im Januar noch nicht zu spät und es gibt wieder Impfstoff“, schildert Eickmann.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt vor allem für Menschen ab 60 Jahren eine jährliche Grippeimpfung. Bei älteren Menschen ist das Risiko eines schweren Verlaufs der Krankheit erhöht, sodass es durch die Influenza auch zu Lungenentzündungen oder Herzinfarkten kommen kann. Auch bei Menschen mit Vorerkrankungen ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs erhöht. Dazu gehören zum Beispiel Menschen mit chronischen Erkrankungen der Atemwegsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Diabetes und andere Grundleiden. Ebenso sollten sich Schwangere ab der 13. Schwangerschaftswoche, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal gegen Grippe impfen lassen. Wer beispielsweise im Beruf mit vielen verschiedenen Menschen zusammenkommt oder mit jemandem aus einer Risikogruppe zusammenlebt, sollte sich ebenfalls impfen lassen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

„Bis auf wenige begründete Ausnahmen ist die Grippeschutzimpfung aber nicht nur diesen Patientengruppen, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern zu empfehlen“, erklärt Eickmann. Gerade in der Corona-Pandemie hilft eine möglichst hohe Durchimpfungsrate auch, Engpässe in Krankenhäusern zu vermeiden. In Baden-Württemberg übernehmen die Gesetzlichen Krankenversicherungen die anfallenden Kosten für die Grippeschutzimpfung für alle dort versicherten Menschen.