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Freitag, 24. Oktober 2025

Gerade ältere Menschen können mit Grippeimpfung ihr Herzinfarktrisiko senken

Grippeschutz ist auch Herzschutz

 

Eine Grippeimpfung senkt das Herzinfarktrisiko ähnlich effektiv wie der Verzicht auf Zigaretten.
Foto: djd/Sanofi/Getty Images/PixelsEffect

(DJD). Es ist wieder soweit: Mit dem Herbst beginnt auch die Grippesaison. Bis ins Frühjahr hinein kann die Krankheit jeden erwischen und oft für lange Zeit außer Gefecht setzen. Deshalb ist ein Winter ohne Grippe ein Gewinn für die ganze Familie – ganz besonders für die Großelterngeneration. Denn Menschen ab 60 Jahren werden durch eine Grippe stärker gefährdet, weil das Immunsystem mit zunehmendem Alter schwächer wird. Sie haben außerdem häufiger chronische Grunderkrankungen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Atemwegserkrankungen oder Diabetes, die sich durch eine Grippe verschlechtern können. Die Infektion greift nicht nur die Atemwege an, sondern kann viele Organe betreffen und zu ernsthaften Komplikationen führen.

Vergleichbarer Effekt wie ein Rauchstopp

So ist innerhalb der ersten Tage nach einer Erkrankung das Risiko für einen Herzinfarkt bis zu zehnmal höher – selbst bei gesunden Menschen. Ältere Menschen, die ihre Gesundheit und vor allem ihr Herz schützen möchten, sollten deshalb zur Grippeimpfung gehen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt diese unter anderem allen Menschen ab 60 Jahren sowie Menschen jeden Alters mit bestimmten Grunderkrankungen. Die Impfung kann das Risiko für eine schwere Erkrankung mindern und das Herzinfarktrisiko senken. Dieser Effekt ist vergleichbar mit bewährten Maßnahmen zur Herzgesundheit wie einem Rauchstopp, der Einnahme von Cholesterinsenkern oder Blutdruckmedikamenten.

Am besten zum Start der Grippesaison impfen

Idealerweise vereinbart man einen Impftermin in der Arztpraxis oder Apotheke gleich zu Beginn der Grippesaison zwischen Oktober und Mitte Dezember. Aber auch jede spätere Impfung bis ins Frühjahr hinein ist noch wichtig und sinnvoll. Ein Winter ohne Grippe bedeutet gerade für Großeltern, dass sie die Advents- und Weihnachtszeit mit ihren Enkeln unbeschwert genießen können. Damit Sonntagsessen und Weihnachtsmarkt nicht ausfallen: Gesund bleiben heißt, die wertvolle Zeit mit den Liebsten unbeschwert genießen. Denn gemeinsame Zeit mit den Herzensmenschen ist einfach unersetzlich.

Mittwoch, 13. November 2024

Grippe: Lieber ernst nehmen als ernst erkranken

Das unterscheidet die Grippe von einer Erkältung – und so kann man sich schützen

 

Die jährliche Grippe-Impfung ist besonders für Menschen mit erhöhtem Risiko wichtig. Der beste Zeitraum dafür ist von Oktober bis Mitte Dezember.
Foto: DJD/Sanofi/Getty Image/D-Keine

PR (DJD). Obwohl es sich um sehr unterschiedliche Erkrankungen handelt, wird die „echte“ Grippe immer noch häufig mit einer Erkältung – auch grippaler Infekt genannt – verwechselt. Gerade Menschen, die sich als fit und gesund empfinden und bisherige Erkältungen gut überstanden haben, neigen dann dazu, die Grippe zu unterschätzen. Dabei handelt es sich um eine ernste Erkrankung, die man keineswegs auf die leichte Schulter nehmen sollte. So kann eine Grippe in den ersten Tagen der Erkrankung selbst bei ansonsten gesunden Erwachsenen das Risiko eines Herzinfarkts um das bis zu 10-fache und das Risiko für einen Schlaganfall um das mehr als 8-fache erhöhen. Zudem können sich Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen durch eine Grippeerkrankung verschlimmern.

 

 Typische Symptome von Grippe und Erkältung

 

Die Unterschiede zwischen den beiden Erkrankungen zeigen sich von Anfang an: Eine Grippe tritt meist sehr plötzlich auf, mit schnell einsetzendem hohem Fieber (bis über 40 °C). Eine Erkältung dagegen beginnt in der Regel langsam, meist sind Halskratzen oder Jucken in der Nase die ersten Anzeichen.
 Auch im weiteren Verlauf sind die Symptome deutlich anders: Bei der Grippe kommt es oft zu starken Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, schwerem Krankheitsgefühl und trockenem, schmerzhaftem Husten. Bei einer Erkältung dominiert dagegen häufig der typische Schnupfen mit Niesen und laufender Nase, schleimiger Auswurf und eventuell leichtes Fieber.
 Schließlich ist eine Erkältung deutlich schneller überstanden. Meist klingt sie innerhalb einer Woche folgenlos wieder ab. Mit einer Grippe ist man oft ein bis zwei Wochen krank und braucht danach nicht selten eine längere Erholungszeit. Treten Komplikationen auf, kann sie sogar lebensbedrohlich werden.

 

 Ab 60 Jahren zur Grippe-Impfung

 

Während Erkältungen von über 200 verschiedenen Viren ausgelöst werden können, sind für den Menschen nur zwei Typen von Grippe-Viren tatsächlich relevant – und gegen die kann man sich impfen lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt unter anderem allen Menschen ab 60 Jahren eine jährliche Grippe-Impfung, da sie aufgrund ihres schwächeren Immunsystems besonders gefährdet für schwere Verläufe sind. Sie sollten möglichst zwischen Oktober und Mitte Dezember einen Impftermin vereinbaren. Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel und bei Grunderkrankungen ab dem 1. Schwangerschaftsdrittel, Menschen mit Grunderkrankungen sowie allen, die viel Kontakt zu vulnerablen Personen haben, wird die Grippe-Impfung ebenfalls empfohlen. Sie kann auch bis ins Frühjahr hinein noch sinnvoll nachgeholt werden.

Dienstag, 5. Oktober 2021

Grippeimpfung – gib dem Virus keine Chance

Der Piks, der mich und andere schützt




Auch im zweiten Corona-Jahr bleibt die Grippeschutzimpfung eine wichtige Maßnahme, um das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu schützen. Wie im letzten Herbst gilt es zu vermeiden, dass sich die Grippewelle mit der erwarteten vierten Corona-Welle überschneidet. Die Grippeschutzimpfung wird in Baden-Württemberg für alle gesetzlich Versicherten von den Krankenkassen bezahlt und sollte von möglichst vielen Menschen wahrgenommen werden, so der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV).

Eine Schutzimpfung erfüllt immer zwei Zwecke: Sie schützt den Geimpften selbst, aber sie entwickelt über die sogenannte Herdenimmunität immer auch eine positive Breitenwirkung für die gesamte Bevölkerung. Friederike Habighorst-Klemm, Patientenbeauftragte im Vorstand des LAV erklärt: „Eine Schutzimpfung ist nicht nur eine Sache, die meiner Gesundheit dient, weil sie verhindert, dass ich beispielsweise an der ernstzunehmenden Influenza erkranke. Für mich ist ein ebenso wichtiger Aspekt, dass ich über diesen Weg auch solidarisch etwas für meine Mitmenschen tun kann.“ Wenn sich viele Menschen impfen lassen, sinken die Zahlen derer, die schwer an der Grippe erkranken können. 

Gerade für ältere Personen oder für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem stellt die Influenza eine echte Bedrohung dar

Je nach Schwere der Grippewelle schwanken die Sterbezahlen in Deutschland jährlich zwischen mehreren hundert bis über 20.000 Grippetoten. „Die Grippeschutzimpfung ist ein Piks, der mich und andere gleichermaßen schützen kann. Es ist ein echtes Anliegen der Apothekerschaft, dass wir auch in Baden-Württemberg eine gute Durchimpfungsrate erreichen“, sagt Habighorst-Klemm.

Bereits im vierten Jahr klärt die Apothekerschaft mittels ihrer Kampagne unter www.impfopoint.de auf verschiedenen Plattformen im Internet zur Grippeschutzimpfung auf. Auf der Kampagnenseite sowie begleitend auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram werden viele Fakten rund um die Grippeschutzimpfung thematisiert. So wird dort nochmals gut erklärt, wie wichtig auch Hygienemaßnahmen während der Grippezeit sind, so die Patientenbeauftragte des LAV: „Gründliches Händewaschen, das Niesen in die Armbeuge oder auch die Abstandsregeln sowie das Tragen der Mund-Nase-Masken sind Maßnahmen, die jetzt im Herbst einen zusätzlichen Schutz vor Ansteckungen bieten können. Wer sich dann noch gegen Grippe impfen lässt, geht gut geschützt in die kalte Jahreszeit.“