Mittwoch, 31. Mai 2023

Neue BARMER Webseite

Schnelle Hilfe für Arztpraxen & Co.

 

Die Barmer erweitert ihren Service für Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Ab sofort finden Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen sowie Heil- und Hilfsmittelerbringer viele fachliche Informationen auf einer neuen Webseite speziell für ihren jeweiligen Gesundheitsbereich. Zusätzlich können Fragen zur Zusammenarbeit mit der Barmer schnell und unkompliziert geklärt und passende Informationen gefunden werden. „Bereits im vergangenen Jahr hat die Barmer eine spezielle Hotline eingerichtet, um Leistungserbringer bei Anliegen schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Mit der neuen Webseite schaffen wir nun einen weiteren Servicekanal“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Damit würden Leistungserbringer bei ihrer täglichen Arbeit effektiv unterstützt.

Informationen per Webseite oder Hotline

Auf der neuen Webseite für Leistungserbringer fänden zum Beispiel Arztpraxen Informationen zur Abrechnung von Leistungen und zum Abschluss von Verträgen. Leistungserbringer erhielten unter anderem Hilfe bei Anliegen rund um Themen wie Zuzahlung und Datenaustausch sowie Informationen zur Nutzung der elektronischen Patientenakte. Darüber hinaus könnten sie sich bei Fragen wie bisher an die kostenfreie Leistungserbringer-Hotline der Kasse wenden. Diese sei weiterhin von Montag bis Freitag zwischen 7 Uhr und 20 Uhr erreichbar. Für eine noch schnellere und gezieltere Beratung sollten die Leistungserbringer ihr Institutionskennzeichen oder ihre lebenslange Arztnummer bereithalten.

Die Webseite für Leistungserbringer ist abrufbar unter www.barmer.de/leistungserbringer. Die Hotline lautet 0800 333 06 06.

Donnerstag, 13. April 2023

Klein, aber gefährlich: Mehr Krankheitsfälle durch Zecken

KKH rät zur Vorsicht im Freien

 


Ein Waldlauf am Morgen, ein Spaziergang in der Mittagspause, Grillen im Garten, am Wochenende Wandern, Radfahren und Zelten: Seit der Corona-Pandemie verbringen viele Menschen ihre Freizeit mehr und mehr im Grünen. Das bleibt nicht ohne Folgen, wie aktuelle Daten zur Arbeitsunfähigkeit von Versicherten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich immer mehr Berufstätige wegen Borreliose krankschreiben lassen müssen. Im vergangenen Jahr zählte die KKH 212 Arbeitsunfähigkeitsfälle mit fast 4.000 Fehltagen wegen der Lyme-Krankheit, die durch Zeckenstiche übertragen werden kann. Das sind gut 18 Prozent mehr als 2021 (179 Fälle) und sogar fast 28 Prozent mehr als 2020 (166 Fälle). In den beiden Vor-Corona-Jahren lag die Zahl mit jeweils 155 Fällen noch darunter.

„In der Corona-Pandemie haben viele Menschen den Wald als Ausflugs- und Erholungsziel für sich entdeckt. Das könnte eine Ursache für den Anstieg sein“, sagt KKH-Apotheker Sven Seißelberg. Denn Zecken halten sich bevorzugt in Wäldern nicht zu trockener Lagen auf, in hohem Gras, Gebüsch sowie in losem Laub. Die winzigen Blutsauger werden ab einer Temperatur von etwa fünf Grad Celsius aktiv. Das Tückische: Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind deutschlandweit je nach Region bis zu 30 Prozent der heimischen Zecken wie der Gemeine Holzbock Träger sogenannter Borrelien. Während die ebenfalls durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) nur in bestimmten Regionen auftritt, kommen Zecken, die Borreliose übertragen, in ganz Deutschland vor. Gegen die Lyme-Krankheit gibt es im Gegensatz zur FSME außerdem keinen Impfstoff. Zur Vorbeugung helfen nur lange Kleidung und Zeckenschutzmittel. „Wer dennoch von einer Zecke gestochen wird und einige Tage bis Wochen danach rund um die Einstichstelle eine ringförmige Rötung beobachtet, sich außerdem abgeschlagen fühlt, Fieber und Kopfschmerzen bekommt, sollte einen Arzt aufsuchen“, rät Sven Seißelberg. Da eine Borreliose durch Bakterien übertragen wird, lässt sie sich vor allem im Frühstadium gut antibiotisch behandeln.

„Nach jedem Besuch im Grünen sollte man Körper und Kleidung gründlich nach Zecken absuchen“, rät der KKH-Apotheker – vor allem, wenn man auf schmalen bewachsenen Pfaden oder querfeldein in Wiesen und Wäldern unterwegs war. Wer sich stattdessen auf breiten Wegen aufhält, muss keine Zeckenstiche befürchten. Im Ernstfall ist es wichtig, die Zecke vollständig aus der Haut zu entfernen. Keinesfalls sollten dabei Klebstoff und Öl zum Einsatz kommen. „Diese Substanzen reizen das Tier nur und können erst recht dazu führen, dass es Speichel und somit möglicherweise auch Erreger in die Wunde abgibt“, erläutert Seißelberg. Stattdessen sollte die Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenkarte dicht an der Haut (niemals am vollgesogenen Körper) gegriffen und behutsam herausgezogen werden (nicht quetschen oder drehen). Anschließend sollte die Wunde desinfiziert werden. Wer unsicher ist, ob die Zecke komplett entfernt ist, sollte zum Arzt gehen.

Mittwoch, 8. März 2023

Zum internationalen Weltfrauentag 2023: Warum Frauen deutlich häufiger an Alzheimer erkranken

Hormonelle Veränderungen können auch zur Entstehung von Alzheimer beitragen

 


 

Alzheimer kann uns alle treffen – aber Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer. Insgesamt liegt der Anteil der an Alzheimer erkrankten Frauen weltweit bei rund zwei Drittel, für Deutschland entspricht dies einer Zahl von etwa 800.000 Betroffenen. 

Forschende hatten dieses Ungleichgewicht lange der höheren Lebenserwartung von Frauen zugeschrieben, da der größte Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit das Alter ist. Heute weiß man jedoch: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau an Alzheimer erkrankt, ist höher als bei einem Mann, unabhängig von der jeweiligen Lebenserwartung. 

Als wichtigste Ursache gilt dafür mittlerweile der weibliche Hormonhaushalt, exakt erforscht sind die Zusammenhänge bislang jedoch nicht. Zum Weltfrauentag am 8. März informiert die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. über den aktuellen Stand.

Eine Ursache dafür, warum Frauen häufiger an Alzheimer erkranken, wird im unterschiedlichen Hormonhaushalt von Männern und Frauen vermutet. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Sexualhormon Östrogen zu. Was viele nicht wissen: Östrogene regeln nicht nur die Reproduktionsfähigkeit von Frauen, sondern sind auch entscheidend am Hirnstoffwechsel und damit an kognitiven Prozessen wie Denken, Erinnern, Orientieren und Sprechen beteiligt. So sind Östrogene im Gehirn wichtig für den Schutz und den Energiestoffwechsel der Nervenzellen. Sie regulieren die Mitochondrien, die als Kraftwerke der Zellen für die nötige Energie sorgen und die Verknüpfung zwischen den Nervenzellen fördern. Außerdem trägt das Hormon zum Schutz und zur besseren Durchblutung der Nervenzellen bei und verhindert so, dass sich die für Alzheimer typischen Amyloid-Plaques ablagern.

In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was unter anderem auch die Energieversorgung und den Schutz der Nervenzellen beeinträchtigen kann. Eine mögliche Folge: Es treten kurzfristig Wechseljahresbeschwerden auf, die die Kognition betreffen – wie Gedächtnisprobleme, Vergesslichkeit und Verwirrtheit. Mittelfristig können diese hormonellen Veränderungen aber auch zur Entstehung von Alzheimer beitragen. Das belegen in unterschiedliche Studien die Neurowissenschaftlerinnen Roberta Diaz Brinton, Direktorin des Center for Innovation in Brain Science an der University of Arizona und Lisa Mosconi, Leiterin der Women´s Brain Initiative und Direktorin der Alzheimer´s Prevention Clinic am Weill Medical College New York.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Länge der Reproduktionsphase von Frauen, also der Zeitraum zwischen der ersten Periode und der Menopause. Frauen, die 21 bis 34 Jahre fruchtbar waren, haben ein 26 Prozent höheres Demenzrisiko, als Frauen mit einer Reproduktionsphase von 39 bis 44 Jahren. Das deutet darauf hin, dass ein spätes Einsetzen der Menstruation oder eine frühe Menopause das Alzheimer-Risiko erhöhen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der US-Krankenversicherung Kaiser Permanente, die 2019 im Fachmagazin Neurology veröffentlicht wurde.

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscherinnen und –forscher stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 360 Forschungsaktivitäten mit über 14,5 Millionen Euro unterstützen und über 925.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.