Sonntag, 24. Mai 2020

Ende des Corona-Lockdowns

Diese vier Grundregeln reduzieren das Risiko im Alltag




Baierbrunn (ots) - Das Gesundheitsportal apotheken-umschau.de erklärt die wichtigsten Verhaltensregeln, um sich und andere auch weiterhin vor einer Ansteckung zu schützen

Nach den strengen Ausgangsbeschränkungen kehrt allmählich wieder etwas Normalität zurück. Doch: Das Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 ist längst nicht verschwunden. Um die Gefahr einer Infektion möglichst gering zu halten, sollte jeder bestimmte Hygieneregeln einhalten. Auf diese Weise schützt man sich und andere vor Ansteckung - und trägt zudem dazu bei, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. 

Das Gesundheitsportal www.apotheken-umschau.de/ Coronavirus/Nach-dem-Lockdown-Regeln-fuer-den-Alltag-558765.html zeigt die vier wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen für den Alltag.

Händewaschen nicht vergessen!


Nach dem Nachhause kommen, vor dem Aufsetzen beziehungsweise nach dem Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung, beim Besuch einer fremden Wohnung, beim Ankommen am Arbeitsplatz - und natürlich nach dem Toilettenbesuch und vor dem Essen: In diesen Situationen sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Damit reduziert man die Gefahr, dass das Virus über die Hände auf die Schleimhäute und in den Körper gelangt. Wichtig: Hände unter fließendem Wasser bis zum Gelenk befeuchten, alle Stellen, insbesondere Fingerspitzen und Daumen, einseifen, die Zwischenräume nicht vergessen, abschließend gut abspülen und Hände sorgfältig trocknen, danach - wenn möglich - eincremen.

Mund-Nasen-Bedeckung tragen!


Inzwischen ist es Pflicht, beim Besuch von Geschäften oder in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Schutzmaske zu tragen. Diese Mund-Nasen-Bedeckungen können beim Sprechen, Husten oder Niesen einen Teil der infektiösen Partikel abhalten. Tipp: Immer dann eine Maske benutzen, wenn ein ausreichender Abstand zur nächsten Person nicht gewährleistet werden kann.

Abstand halten - wenig Kontakt zu anderen!


Das Coronavirus wird - darüber sind sich Experten einig - in erster Linie durch Tröpfchen übertragen. Eine einfache Unterhaltung zwischen zwei Personen kann dafür schon reichen. Denn solange das sogenannte Aerosol in der Luft steht, können die Erreger von anderen eingeatmet werden. Deshalb ist es ratsam, geschlossene Räume regelmäßig zu lüften. Übrigens: Große Tröpfchen werden beim Sprechen auf eine Entfernung bis zu einem Meter gut übertragen. Empfohlen wird deshalb ein Abstand von mindestens anderthalb bis zwei Metern zu anderen. Generell gilt: Auch wenn keine Ausgangssperre mehr besteht, sollte man Kontakte zu anderen reduzieren und möglichst viel Zeit zu Hause verbringen.

Richtig niesen und husten!


Wichtige Hygieneregel, gerade in Coronazeiten: Wer husten oder niesen muss, sollte sich unbedingt von anderen Menschen wegdrehen und ein Taschentuch benutzen, das anschließend gleich in den Müll wandert. Kein Taschentuch zur Hand? Dann tut es notfalls auch die Armbeuge. So wird verhindert, dass weniger Speicheltröpfchen - und damit möglicherweise auch weniger Viren - in die Atemluft geraten.

Quelle: apotheken-umschau.de

Freitag, 22. Mai 2020

Zurück ins Fitnessstudio

So geht man kein unnötiges Corona-Risiko ein

 

 

Nach wochenlanger Corona-Sperre haben die ersten Fitnessstudios wieder geöffnet. Wer zum Training geht, sollte aber einige Regeln beachten, um sich vor dem Virus zu schützen und den Körper nicht zu überfordern. 

„Zum Training im Fitnessstudio sollte man mehrere Masken mitnehmen und sie wechseln, sobald sie feucht sind. Da man durch die Maske schlechter Luft bekommt, sollte man das Training ein wenig drosseln und sich langsam an sein Limit herantasten“, sagt Klaus Möhlendick, Sportwissenschaftler bei der Barmer. Für einen gesunden Sportler sei es kein Problem, wenn das Atmen durch die Schutzmaske etwas anstrengender sei. Dies könne die Atemmuskulatur sogar bis zu einem gewissen Grade trainieren und stärken. 

Dagegen sollten Personen, die ohnehin schon Atemwegs- oder Kreislaufprobleme hätten, ihr Training stark reduzieren und besser zuhause trainieren, um die Genesung nicht zu gefährden.

Möglichst alle in derselben Blickrichtung trainieren


Allein eine Atemmaske biete aber keinen ausreichenden Schutz vor dem Coronavirus. „Wie überall ist auch im Fitnessstudio ein Mindestabstand von eineinhalb bis zwei Metern dringend einzuhalten, um eine Corona-Infektion zu vermeiden. Darüber hinaus sollten die Trainierenden eine einheitliche Blickrichtung einnehmen, damit sie sich nicht gegenseitig ins Gesicht atmen“, rät Möhlendick. Dies sei deshalb so wichtig, da der Mundschutz schnell feucht werde und damit auch seine Schutzfunktion verliere.

Geräte desinfizieren und nicht ins Gesicht fassen


Grundsätzlich solle man beim Training im Fitnessstudio nun noch stärker auf die Hygiene achten als vor der Corona-Pandemie. Dazu gehöre, die Griffe der Geräte und andere Kontaktflächen am besten vor und nach jedem Training zu desinfizieren. Keinesfalls solle man sich während des Trainings ins Gesicht fassen, weil dadurch das Risiko einer Übertragung des Coronavirus besonders groß sei. Nach dem Training solle man sich abschließend noch einmal gründlich die Hände waschen, sagt Möhlendick.

Dienstag, 19. Mai 2020

Blutvergiftung: Neues Verfahren schafft Vorsprung im Wettlauf gegen die Zeit


Rund 320.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich eine Blutvergiftung. Jeder Vierte stirbt daran



Rund 320.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich eine Sepsis - umgangssprachlich als Blutvergiftung bezeichnet. Jeder Vierte stirbt daran. Mit Hochtechnologie für neue schnellere Analysen wollen die Universitätsmedizin Mainz, das Software-Unternehmen Noscendo und die Techniker Krankenkasse (TK) die Keime wirkungsvoller bekämpfen, teilt die TK mit.

Das softwarebasierte Verfahren, welches aus einem speziellen Test und einer Erreger-Plattform besteht, kann eine Blutprobe innerhalb von 24 Stunden auf rund 1000 Erreger testen. "Bisher benötigen die Analysen mehrere Tage für einige wenige Erreger. Für die Rettung des Patienten verschafft das Projekt den Ärzten in vielen Fällen den entscheidenden Vorsprung im Wettlauf gegen die Zeit", so Daniel Cardinal, Leiter des Geschäftsbereichs Versorgungsinnovation bei der TK.

"Die Noscendo GmbH verknüpfte auf spannende Weise Know-how aus Biotechnologie und Software und hat einen inzwischen CE-markierten Algorithmus entwickelt, der auf Basis von nur einer Blutprobe eine zielgerichtete, verlässliche und schnelle Erregeridentifikation bietet und somit eine evidenzbasierte Behandlung ermöglicht", erläutert Dr. Philip Stevens, Geschäftsführer der Noscendo GmbH.

Dr. med. Daniel Teschner von der Universitätsmedizin Mainz ist überzeugt: "Dieses Verfahren unterstützt den behandelnden Arzt bei Diagnose und Behandlung optimal, da es zusätzlich zu der etablierten Diagnostik schnell evidenzbasierte Erkenntnisse liefert. Nicht nur bei der gezielten Therapie von Sepsen und Meningitiden, sondern beispielsweise auch beim Management immunsupprimierter Hochrisikopatienten, wird dieses Angebot von maßgeblicher Bedeutung sein."

Ein detailliertes Interview mit dem Start-up Noscendo und dem neuen Verfahren gibt es auf dem TK-Blog #WirTechniker.