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Samstag, 29. November 2025

Premium Seniorenservice und exklusive Seniorenbetreuung

Individuelle Services für Senioren

 

www.premium-seniorenservice.de

In unserer schnelllebigen Welt ist es wichtiger denn je, den älteren Menschen die Aufmerksamkeit und Pflege zukommen zu lassen, die sie verdienen. Premium Seniorenservices und exklusive Seniorenbetreuung der gelko Care Consulting GmbH bieten nicht nur eine grundlegende Unterstützung, sondern schaffen ein Umfeld, das auf Respekt, Würde und Lebensqualität ausgerichtet ist. 

In diesem Blogartikel möchten wir die Vorteile solcher hochwertigen Dienstleistungen näherbeleuchten und aufzeigen, wie sie das Leben von Senioren bereichern können.

 

Was ist Premium Seniorenservice? 

Premium Seniorenservices umfassen eine Vielzahl von Dienstleistungen, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind. Diese reichen von alltäglichen Hilfestellungen wie Einkäufen und Haushaltshilfen über medizinische Betreuung bis hin zu Freizeitgestaltung und Spezialangeboten, die das soziale Leben fördern. Das Ziel dieser Services ist es, Senioren ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu ermöglichen, egal in welchem Lebensabschnitt sie sich befinden. 

Exklusive Seniorenbetreuung: Eine individuelle Herangehensweise 

Die exklusive Seniorenbetreuung hebt sich durch ihre individuelle Ausrichtung hervor. Hierbei steht der persönliche Kontakt und die maßgeschneiderte Betreuung im Mittelpunkt. Jede Dienstleistung wird auf die besonderen Wünsche und Bedürfnisse des Seniors angepasst. Ob es sich um einen persönlichen Betreuer handelt, der regelmäßige Besuche macht, oder um spezielle Programme, die auf die Hobbies und Interessen des Seniors abgestimmt sind – exklusive Betreuung bedeutet, dass der Mensch im Vordergrund steht. 

Vorteile von Premium Seniorenservices 

**Hohe Lebensqualität**

Durch individuelle Betreuung und Angebote wird die Lebensqualität der Senioren erheblich verbessert. Sie fühlen sich wertgeschätzt und in ihrer Selbstständigkeit unterstützt. 

**Sicherheit und Vertrauen**

Hochqualifizierte Fachkräfte gewährleisten ein hohes Maß an Sicherheit. Senioren können Vertrauen in ihre Betreuer haben, was das Wohlbefinden steigert. 

**Flexibilität**

Die Dienste sind flexibel gestaltet und können an die jeweiligen Lebensumstände angepasst werden. Ob stundenweise Betreuung oder vollumfängliche Unterstützung – alles ist möglich. 

**Beratung und Planung**

Die gelko Care Consulting GmbH geht über die reine Betreuung hinaus und bietet auch Beratungsdienste an, um die bestmögliche Versorgung zu planen und durchzuführen. 

Fazit: 

Premium Seniorenservice und exklusive Seniorenbetreuung sind mehr als nur Dienstleistungen; sie sind ein Ausdruck von Wertschätzung für unsere älteren Mitmenschen. In einer Zeit, in der viele ältere Menschen oftmals unter Druck und Einsamkeit leiden, ist es entscheidend, Angebote zu schaffen, die ihnen ein erfülltes und glückliches Leben ermöglichen. Eine individuelle und respektvolle Betreuung kann nicht nur die Lebensqualität der Senioren verbessern, sondern auch deren Familien Entlastung bieten. 

Wenn Sie mehr über unsere Premium Seniorenservices erfahren möchten, zögern Sie nicht, sich mit uns in Verbindung zu setzen. 

Diesen Service bieten wir zurzeit nur im Umkreis von ca. 50 Kilometern um Stuttgart an. Die Ressourcen sind begrenzt, da der Premium Seniorenservice der gelko Care Consulting GmbH nur von der Geschäftsleitung direkt betreut wird.

Weitere Informationen finden Sie unter www.premium-seniorenservice.de

Dienstag, 17. Juni 2025

Pflegeheime für deutsche Senioren in Polen

Neuer Geschäftsbereich der gelko Pflegevermittlung

 

Preisgünstige Pflegeheime in Polen | Seniorenheime in Polen

Mit großer Freude gibt die gelko Pflegevermittlung die Eröffnung eines neuen Geschäftsbereichs bekannt, der sich auf die Vermittlung von Pflegeheimen in Polen spezialisiert hat. Dieser Schritt stellt eine bedeutende Erweiterung unseres Dienstleistungsangebots dar und bietet unseren Kunden zahlreiche Vorteile. 

Wachsende Nachfrage nach Pflegeplätzen 

Angesichts der demografischen Veränderungen in Deutschland und der damit verbundenen steigenden Nachfrage nach stationären Pflegeplätzen, ist es für die gelko Pflegevermittlung von zentraler Bedeutung, innovative Lösungen anzubieten. Die Entscheidung, uns auch auf Pflegeheime in Polen zu konzentrieren, basiert auf der Erkenntnis, dass unsere Nachbarländer attraktive Alternativen bieten, um den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht zu werden. 

Vorteile von Pflegeheimen in Polen

Die Pflegeheime in Polen zeichnen sich durch hohe Standards in der Pflegequalität aus, die oftmals mit einem freundlichen und familiären Ambiente kombiniert sind. Hier sind einige der Hauptvorteile: 

1. **Qualifizierte Pflegekräfte**: 

Viele Pflegeeinrichtungen in Polen beschäftigen hochqualifizierte Fachkräfte, die in der Lage sind, individuelle Pflegebedürfnisse zu erfüllen. 

2. **Erschwingliche Preise**: 

Im Vergleich zu den Preisen in Deutschland bieten polnische Pflegeheime oft kostengünstigere Lösungen, ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen. 

3. **Kulturelle Vertrautheit**: 

Die polnische Kultur ist vielen Deutschen vertraut, was den Übergang für die Heimbewohner erleichtert und ein Gefühl von Heimatlichkeit vermittelt. 

4. **Vielzahl an Angeboten**: 

Von spezialisierten Einrichtungen für Demenzpatienten bis hin zu reinen Seniorenheimen – die Auswahl an Pflegeheimen in Polen ist vielfältig und ermöglicht es uns, individuelle Bedürfnisse optimal zu berücksichtigen. 

Unser Service 

Die gelko Pflegevermittlung unterstützt alle notwendigen Schritte, um den Umzug in ein polnisches Pflegeheim so reibungslos wie möglich zu gestalten. Dazu gehören: 

**Persönliche Beratung**: 

Wir bieten umfassende Beratungen an, um die beste Einrichtung für die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden zu finden. 

**Begleitung während des Umzugs**: 

Unsere Partner stehen Ihnen bei allen organisatorischen Fragen zur Seite und helfen Ihnen, einen stressfreien Umzug zu gewährleisten. 

**Nachbetreuung**: 

Auch nach dem Umzug sind wir weiterhin für unsere Kunden da und stehen in engem Kontakt mit den Pflegeheimen, um sicherzustellen, dass alles zu Ihrer Zufriedenheit verläuft.

 

Fazit

 

Der neue Geschäftsbereich "Pflegeheime in Polen" der gelko Pflegevermittlung ist eine wegweisende Initiative, die darauf abzielt, die Lebensqualität älterer Menschen nachhaltig zu verbessern. Wir freuen uns darauf, diesen neuen Weg gemeinsam mit Ihnen zu beschreiten und stehen Ihnen jederzeit für weitere Informationen zur Verfügung.

 

Für Rückfragen oder zur Terminvereinbarung kontaktieren 
Sie uns bitte über unsere Website

 www.polnische-pflegeheime.info 

oder direkt telefonisch unter 0711 - 21 95 52 09 .

Lassen Sie uns gemeinsam die optimale Pflege für sich oder Ihre Angehörigen finden!

Donnerstag, 24. April 2025

24-Stunden-Pflege in Deutschland

Eine Alternative zum Pflegeheim

 

www.gelko-pflegevermittlung.de

In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach 24-Stunden-Pflege in Deutschland stark zugenommen. Diese Form der Pflege wird häufig von Familien in Anspruch genommen, die hilfebedürftige Angehörige zu Hause betreuen möchten, ohne auf stationäre Pflegeeinrichtungen zurückgreifen zu müssen. Doch was genau bedeutet 24-Stunden-Pflege und welche Aspekte sind dabei zu beachten?

Was ist 24-Stunden-Pflege?

Die 24-Stunden-Pflege bezeichnet eine Betreuung, bei der eine Pflegekraft rund um die Uhr im Haushalt des Pflegebedürftigen lebt. Die Pflegekräfte unterstützen bei alltäglichen Aufgaben wie Körperpflege, Mobilität, Ernährung und Medikamenteneinnahme. Zudem leisten sie Gesellschaft und emotionalen Beistand, was für viele Senioren von großer Bedeutung ist.

Vorteile der 24-Stunden-Pflege

Ein zentraler Vorteil der 24-Stunden-Pflege ist die individualisierte Betreuung. Pflegebedürftige Personen können in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, was oft zu einer höheren Lebensqualität führt. Die persönliche Bindung zwischen Pflegekraft und Pflegebedürftigem trägt ebenfalls zur Verbesserung des Wohlbefindens bei. Darüber hinaus ermöglicht die 24-Stunden-Betreuung den Angehörigen, die oft angespannt zwischen Beruf und Pflegeaufgaben jonglieren müssen, entlastet zu werden.

Herausforderungen und Kosten

Trotz ihrer Vorteile bringt die 24-Stunden-Pflege auch Herausforderungen mit sich. Die Organisation einer solchen Betreuung kann komplex sein. Es gilt, einen geeigneten Dienstleister zu finden, der die erforderliche Qualifikation und Erfahrung mitbringt. Zudem müssen rechtliche und finanzielle Aspekte berücksichtigt werden. Die Kosten für die 24-Stunden-Pflege variieren je nach Anbieter und Leistungsumfang. Häufig tragen die pflegebedürftigen Personen oder deren Angehörige die Kosten selbst; jedoch gibt es auch Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung durch Pflegeversicherungen.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die 24-Stunden-Pflege ist in Deutschland rechtlich nicht eindeutig geregelt, was eine Vielzahl von Anbietern und Modellen zur Folge hat. Hierbei ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Pflegekräfte ordnungsgemäß beschäftigt sind und unter fairen Arbeitsbedingungen arbeiten. Insbesondere sollten Angehörige darauf achten, dass die Pflegekräfte über die nötigen Qualifikationen verfügen und rechtzeitig in die soziale Sicherheit eingegliedert sind.

Fazit:

Insgesamt stellt die 24-Stunden-Pflege eine wertvolle Alternative zur stationären Pflege dar. Sie bietet Angehörigen die Möglichkeit, ihre Lieben in einer vertrauten Umgebung zu betreuen und zu umsorgen. Während einige organisatorische und finanzielle Hürden überwunden werden müssen, überwiegen für viele Familien die Vorteile dieser Form der Pflege. Ein fokusierter Blick auf Vertrauenswürdigkeit, Professionalität und individuelle Bedürfnisse ist hierbei unerlässlich, um eine reibungslose und qualitative Betreuung sicherzustellen.

 

Hinweis: Dieser Text wurde zum Teil mittels KI generiert 

Donnerstag, 5. Dezember 2024

Zulassungsempfehlung für Alzheimer-Medikament Leqembi

Neue Hoffnung für einen begrenzten Personenkreis – Wirkung bei Frauen unklar 

 

 

Der Ausschuss für Humanarzneimittel CHMP der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung des Wirkstoffes Lecanemab (Handelsname Leqembi) zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit im frühen Stadium empfohlen. Die Zulassung soll allerdings auf Erkrankte mit einer oder keiner Kopie des Gens ApoE4 beschränkt werden. Ein kontrolliertes Zugangsprogramm soll gewährleisten, dass nur der empfohlene Personenkreis mit Leqembi behandelt wird. 

Stellungnahme von Dr. Anne Pfitzer-Bilsing, Leiterin der Abteilung Wissenschaft der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative: 
„Das ist eine wegweisende Entscheidung. Damit werden die Weichen für die Diagnostik und Behandlung der Alzheimer-Krankheit voraussichtlich grundlegend neu gestellt. Leqembi wird das erste Medikament in Deutschland sein, das die Alzheimer-Krankheit an einer der möglichen Ursachen angreift. Damit kann es den Krankheitsverlauf um einige Monate verzögern, aber leider nicht heilen. Bisher konnten wir nur symptomatisch behandeln. 

Behandlung kommt nur für eine kleinen Personenkreis in Frage

Es ist uns aber sehr wichtig, klarzustellen, dass eine Behandlung nur für eine kleine Gruppe von Erkrankten in Frage kommen wird. Leqembi wird nur für Patientinnen und Patienten in einem sehr frühen Krankheitsstadium zugelassen. Menschen mit einem doppelten ApoE4-Gen sind von der Behandlung ausgeschlossen, weil sie ein zu hohes Risiko auf schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Der Zugang wird streng reguliert und die Behandlung soll engmaschig überwacht werden. 

Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Ausschuss der EMA damit dem Sicherheitsaspekt bei der Behandlung mit Leqembi einen sehr hohen Stellenwert einräumt. Denn auch wenn wir mit Leqembi die Alzheimer-Erkrankung zum ersten Mal potentiell ursächlich behandeln können, ist die Wirkung voraussichtlich gering. Es ist unklar, ob der Effekt für die Betroffenen selbst überhaupt spürbar ist. Es können aber mit Hirnblutungen und Hirnschwellungen potentiell schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten. 

Es muss immer genau abgewogen werden, wer mit Leqembi behandelt werden kann. Auch Erkrankte, die Blutverdünner nehmen, haben ein erhöhtes Risiko auf Nebenwirkungen. Da die Behandlung zeitintensiv und mit aufwändigen Untersuchungen verbunden ist, müssen Patientinnen und Patienten außerdem noch mobil und ausreichend belastbar sein. Leqembi wird alle zwei Wochen intravenös verabreicht. 

Trotzdem ist es gut, dass Alzheimer-Erkrankte mit Leqembi bald eine neue Therapieoption haben werden und zusammen mit behandelnden Ärzt*innen entscheiden können, ob sie die Behandlung in Anspruch nehmen möchten. Es gibt erste Anzeichen, dass sich der Effekt mit längerer Einnahme noch erhöhen kann. Dafür haben wir aber bisher keine offiziellen Daten. 

Positiv auch für die Forschung 

Durch eine beschränkte Zulassungsempfehlung können auch in Deutschland und Europa weitere Daten gesammelt werden. Sowohl die Forschenden als auch die Erkrankten sind damit nicht von weiteren Forschungen und Fortschritten abgeschnitten. 

Profitieren auch Frauen von Leqembi? 

Unklar ist bisher, ob und wie sehr Frauen von einer Leqembi-Behandlung profitieren. Ein Anhang zur Leqembi-Studie zeigt einen großen Unterschied bei der Wirksamkeit zwischen Frauen und Männern. Während der Krankheitsverlauf bei Männern durchschnittlich um 43 Prozent verlangsamt werden konnte, waren es bei Frauen nur 12 Prozent. In weiteren Studien muss deshalb dringend erforscht werden, ob dieser Unterschied Bestand hat und was die Gründe dafür sind. Rund zwei Drittel aller Menschen mit Alzheimer sind Frauen. 

Strukturelle Herausforderung für ärztliche Versorgung

Die Zulassung von Leqembi wird die ärztliche Versorgung vor neue Herausforderungen stellen. Weil nur Erkrankte in einem frühen Krankheitsstadium profitieren, brauchen wir eine Verbesserung der Frühdiagnostik. Auch die fachärztlichen Kapazitäten müssen für die Verabreichung von Leqembi und die Überwachung der Behandlung deutlich verbessert werden.“
 
Weitere Informationen zu Leqembi
www.alzheimer-forschung.de/forschung/aktuell/ban2401/

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.
Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) fördert seit 1995 Alzheimer- und Demenzforschung. Mit kostenlosen Broschüren und umfassenden Informationen auf der Website www.alzheimer-forschung.de klärt die AFI über Demenzerkrankungen auf. Bis heute konnte der Verein 390 Forschungsaktivitäten mit 16,2 Millionen Euro unterstützen und über 925.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Die AFI finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden und kooperiert nicht mit der Pharmaindustrie. Als Träger des Spendenzertifikats des Deutschen Spendenrates verpflichtet sich der Verein zu einer transparenten Verwendung von Spenden. Die AFI ist Mitglied im Netzwerk Nationale Demenzstrategie. Botschafterin ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Montag, 7. Oktober 2024

Bentele: "Pflege von Angehörigen ist kein Hobby"

Viele Angehörige müssen in ihrem Job kürzertreten oder ihn ganz aufgeben 

Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

 

Zum Europäischen Tag der pflegenden Angehörigen am 6. Oktober sagte Verena Bentele, Präsidentin des größten deutschen Sozialverbands VdK:

„Für viele ist es eine Selbstverständlichkeit: Wenn die Liebsten erkranken oder mehr Pflege benötigen, sind Ehepartner, Kinder oder Eltern zur Stelle. Oft rund um die Uhr kümmern sich Angehörige dabei nicht nur um die Gesundheit der Pflegebedürftigen, sondern auch um bürokratische Hürden und um einfach alles, was im Haushalt zu tun ist. Um all diese Aufgaben überhaupt stemmen zu können, müssen viele im Job kürzertreten oder diesen ganz aufgeben. 

Was vielen Politikerinnen und Politiker seit Jahren nicht wichtig genug ist: Auch, wenn Pflegende die Herausforderungen mit all ihrer Liebe und Hingabe bewältigen, ist Pflege von Angehörigen kein Hobby, kein reiner Zeitvertreib!  

Pflegende Angehörige müssen endlich eine Lohnersatzleistung bekommen, denn 84 Prozent der Pflege wird zuhause geleistet. Die Pflegenden werden von der Politik allerdings völlig ignoriert. Das muss sich dringend ändern, denn reine Nächstenliebe kann keine Miete zahlen oder den Kühlschrank füllen.

Donnerstag, 30. November 2023

So gestalten Sie die Wohnung für Alzheimer-Erkrankte sicher

Alzheimer-Demenz: Tipps für die Gestaltung der Wohnung 

 


Rund zwei Drittel aller Menschen mit Alzheimer werden zu Hause von Angehörigen betreut. Dabei lassen sich Gefahrensituationen nicht immer vermeiden, denn die Alzheimer-Krankheit führt zu einem nachlassenden Gedächtnis, einer Verschlechterung der Alltagsfähigkeiten und der Orientierung sowie häufig einem zunehmenden Bewegungsdrang. 
Daher ist es ratsam, die Wohnung an die Bedürfnisse des oder der Erkrankten anzupassen, um Verletzungen zu vermeiden. 

Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) gibt hierzu Tipps in ihrem Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“. Der kostenlose Ratgeber kann bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0; Website: www.alzheimer-forschung.de/leben-mit-alzheimer/
 

Sicheres Bewegen zu Hause ermöglichen


Menschen mit Alzheimer sollten in ihrem Zuhause genügend Platz haben, um sich sicher selbstständig zu bewegen. Stolperfallen wie hohe Teppiche oder Elektrokabel auf dem Boden sollten vermieden werden. Die Sicherheit auf Treppen kann erhöht werden, indem die Stufen mit breitem gelbem Klebeband markiert werden oder ein zusätzlicher Handlauf angebracht wird.

Im Badezimmer verhindern Gummimatten oder Antirutschstreifen in der Dusche oder Badewanne Stürze ebenso wie Haltegriffe an der Wand. Ein Stuhl oder Hocker in der Dusche sorgt für zusätzliche Sicherheit. Durch Markieren der Wasserhähne – Rot für heiß, Blau für kalt – und einer verringerten Heißwassertemperatur können Verbrühungen verhindert werden. Ein erhöhter Toilettensitz kann den Toilettengang erleichtern.

Für die Küche gilt: Messer, Scheren und andere Utensilien, die gefährlich werden könnten, sollten weggeschlossen werden. Topf- und Pfannengriffe können bei Nutzung zur Rückseite des Herdes gedreht werden. Ein Rauchmelder und ein Feuerlöscher bieten zusätzlichen Schutz.

Mit Hinlauftendenz richtig umgehen


Ein häufiges Verhalten von Menschen mit Alzheimer-Demenz ist das Weg- beziehungsweise Hinlaufen. Dabei machen sich Erkrankte scheinbar ziellos auf den Weg – in ihrer eigenen Wirklichkeit jedoch haben sie häufig ein konkretes Ziel: das Haus ihrer Eltern, die alte Arbeitsstelle oder die Schule ihrer längst erwachsenen Kinder. Das Problem: Die Menschen sind meist völlig orientierungslos und finden selbst in vertrauter Umgebung nicht alleine nach Hause.

Um die Erkrankten zu schützen, können Angehörige auf Hilfsmittel wie kindersichere Türgriffe oder Alarmmatten zurückgreifen, die beim Verlassen der Wohnung ein Signal abgeben. Ein Trick, der auch in Pflegeeinrichtungen angewendet wird, ist die optische Tarnung der Ausgangstür – zum Beispiel mit dem Bild eines Bücherregals. In der eigenen Wohnung kann auch ein Vorhang vor der Haustür vor dem Hinausgehen schützen. Wichtig ist, dass die Betroffenen nie das Gefühl haben, zu Hause eingesperrt zu sein. 

Darüber hinaus ist es immer sinnvoll, Personen mit Hinlauftendenz ein Namensschild sowie die Kontaktdaten der Angehörigen in die Kleidung zu stecken. 

Maßnahmen immer wieder anpassen


Es gibt nicht „den einen Verlauf“ bei Alzheimer. Tatsächlich äußern sich Symptome und Verhaltensweise sogar höchst individuell. Eins ist jedoch bei allen gleich: Die kognitiven Störungen nehmen mit der Zeit zu und es wird für die Betroffenen immer schwieriger, sich im Leben zurechtfinden. So kann jemand, der heute noch problemlos mit einer Gabel essen kann, irgendwann vergessen haben, wozu die Gabel eigentlich da ist.

Angehörige sollten daher immer auf Veränderungen achten, insbesondere darauf, ob sich Symptome verschlechtern oder neue hinzukommen – und ob sich daraus möglicherweise Gefahren ergeben, die Anpassungen zu Hause erforderlich machen.

Liegt ein Pflegegrad vor, können Kosten für sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen von der Pflegeversicherung bezuschusst werden. Pro Maßnahme stehen dann bis zu 4.000 Euro zur Verfügung.

Mittwoch, 8. März 2023

Zum internationalen Weltfrauentag 2023: Warum Frauen deutlich häufiger an Alzheimer erkranken

Hormonelle Veränderungen können auch zur Entstehung von Alzheimer beitragen

 


 

Alzheimer kann uns alle treffen – aber Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer. Insgesamt liegt der Anteil der an Alzheimer erkrankten Frauen weltweit bei rund zwei Drittel, für Deutschland entspricht dies einer Zahl von etwa 800.000 Betroffenen. 

Forschende hatten dieses Ungleichgewicht lange der höheren Lebenserwartung von Frauen zugeschrieben, da der größte Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit das Alter ist. Heute weiß man jedoch: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau an Alzheimer erkrankt, ist höher als bei einem Mann, unabhängig von der jeweiligen Lebenserwartung. 

Als wichtigste Ursache gilt dafür mittlerweile der weibliche Hormonhaushalt, exakt erforscht sind die Zusammenhänge bislang jedoch nicht. Zum Weltfrauentag am 8. März informiert die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. über den aktuellen Stand.

Eine Ursache dafür, warum Frauen häufiger an Alzheimer erkranken, wird im unterschiedlichen Hormonhaushalt von Männern und Frauen vermutet. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Sexualhormon Östrogen zu. Was viele nicht wissen: Östrogene regeln nicht nur die Reproduktionsfähigkeit von Frauen, sondern sind auch entscheidend am Hirnstoffwechsel und damit an kognitiven Prozessen wie Denken, Erinnern, Orientieren und Sprechen beteiligt. So sind Östrogene im Gehirn wichtig für den Schutz und den Energiestoffwechsel der Nervenzellen. Sie regulieren die Mitochondrien, die als Kraftwerke der Zellen für die nötige Energie sorgen und die Verknüpfung zwischen den Nervenzellen fördern. Außerdem trägt das Hormon zum Schutz und zur besseren Durchblutung der Nervenzellen bei und verhindert so, dass sich die für Alzheimer typischen Amyloid-Plaques ablagern.

In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was unter anderem auch die Energieversorgung und den Schutz der Nervenzellen beeinträchtigen kann. Eine mögliche Folge: Es treten kurzfristig Wechseljahresbeschwerden auf, die die Kognition betreffen – wie Gedächtnisprobleme, Vergesslichkeit und Verwirrtheit. Mittelfristig können diese hormonellen Veränderungen aber auch zur Entstehung von Alzheimer beitragen. Das belegen in unterschiedliche Studien die Neurowissenschaftlerinnen Roberta Diaz Brinton, Direktorin des Center for Innovation in Brain Science an der University of Arizona und Lisa Mosconi, Leiterin der Women´s Brain Initiative und Direktorin der Alzheimer´s Prevention Clinic am Weill Medical College New York.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Länge der Reproduktionsphase von Frauen, also der Zeitraum zwischen der ersten Periode und der Menopause. Frauen, die 21 bis 34 Jahre fruchtbar waren, haben ein 26 Prozent höheres Demenzrisiko, als Frauen mit einer Reproduktionsphase von 39 bis 44 Jahren. Das deutet darauf hin, dass ein spätes Einsetzen der Menstruation oder eine frühe Menopause das Alzheimer-Risiko erhöhen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der US-Krankenversicherung Kaiser Permanente, die 2019 im Fachmagazin Neurology veröffentlicht wurde.

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscherinnen und –forscher stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 360 Forschungsaktivitäten mit über 14,5 Millionen Euro unterstützen und über 925.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Dienstag, 7. März 2023

DAK-Studie zeigt Reformbedarf in der Pflege: Sozialhilfequote in Heimen bis 2026 bei 36 Prozent

DAK-Chef Storm fordert Begrenzung der Sozialhilfequote auf unter 30 Prozent

 


Armutsfalle Pflegeheim: Durch die massiv gestiegenen Kosten in der stationären Pflege erreicht die Belastung der Pflegebedürftigen trotz der jüngsten Reformschritte bereits in diesem Jahr ein neues Rekordniveau. Das zeigen neue Berechnungen des Bremer Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Heinz Rothgang im Auftrag der DAK-Gesundheit. Trotz deutlich gestiegener Alterseinkünfte wird der Anteil der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner, die Sozialhilfe in Anspruch nehmen müssen, im Laufe dieses Jahres wieder auf ein Drittel anwachsen und bis 2026 voraussichtlich 36 Prozent betragen. Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, fordert als neue pflegepolitische Zielsetzung von der Bundesregierung, die Sozialhilfequote in Pflegeheimen auf unter 30 Prozent zu begrenzen. Der Finanzbedarf von 14 Milliarden Euro für eine umfassende Pflegereform erfordere einen fairen Finanzierungsmix aus Steuern und Beiträgen.

Die Eigenanteile in der stationären Pflege steigen kontinuierlich. Einzelne Reformmaßnahmen wie die Einführung von gestaffelten Leistungszuschlägen im Januar 2022 (GVWG) und das im Januar in Kraft getretene Wohngeld-Plus-Gesetz konnten die finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen etwas vermindern. „Diese Schritte waren wichtig. Sie sind aber nicht ausreichend, um die Kosten durch die enormen Preissteigerungen sowie das Tariftreuegesetz wirksam zu begrenzen,“ warnt DAK-Chef Andreas Storm. „Es wird höchste Zeit, dass wir den durch diese Reformschritte gewonnenen Spielraum nutzen, um eine tragfähige und solidarische Reform der Pflegeversicherung auf den Weg zu bringen. Ziel muss es sein, dass weniger als 30 Prozent der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner auf Sozialhilfe angewiesen sind.“

Stationäre Pflege bleibt Sozialhilfefalle

Trotz der bisherigen Reformen werden ab Mitte dieses Jahres im Durchschnitt Eigenanteilswerte erreicht, die höher sind als jemals zuvor, so die Berechnungen von Heinz Rothgang, Professor für Gesundheitsökonomie an der Universität Bremen. Für Pflegebedürftige, die weniger als zwölf Monate im Heim leben, reduziert sich der Eigenanteil um fünf Prozent, er lag aber auch 2022 bei bundesdurchschnittlich mehr als 1.000 Euro – Tendenz steigend. „Die Entlastungen der jüngsten Reformschritte sind bei den Eigenanteilen schon in diesem Jahr verpufft,“ so Rothgang. Lediglich für die Pflegedürftigen mit mindestens dreijähriger Pflegedauer im Heim habe die Reform eine Entlastung gebracht, die auch bis 2026 anhält.

Diese Kostensteigerungen wirken sich auf die Sozialhilfequote (Hilfe zur Pflege) aus: Vor Umsetzung der verschiedenen Reformregelungen seit dem 1. Januar 2022 erreichte die Quote mit 36,8 Prozent ihren höch­sten Wert seit Einführung der Pflegeversicherung. Dieser Wert konnte im vergangenen Jahr durch die Ein­füh­rung der Leistungszuschläge auf ca. 30,5 Prozent reduziert werden. Aber bereits in diesem Jahr wird die Sozialhilfequote trotz einer überdurchschnittlichen Rentensteigerung von mehr als sechs Prozent wieder auf 32,5 Prozent ansteigen. 2026 werden bereits wieder 36 Prozent erreicht.

„Damit haben die Reformelemente des GVWG nur einen begrenzten, vor allem aber nur einen temporären Effekt“, betont Gesundheitsexperte Rothgang. Sollten die Ziele der Pflegeversicherung nicht komplett verfehlt werden, sei daher noch in dieser Legislaturperiode ein nachsteuernder Reformschritt notwendig. Immerhin: Kleine Schritte zeigen auch Wirkungen. Ohne die Maßnahmen würden sich die pflegebedingten Eigenanteile bis 2026 nicht nur verdoppeln, sondern verdreifachen. Die Sozialhilfequote läge dann bei 46,4 Prozent.

Maßnahmen zur Begrenzung der Sozialhilfequote

Insgesamt waren die Regelungen des GVWG angesichts der ungebrochenen Dynamik bei den Heimentgelten nicht ausreichend, um für eine nachhaltige Entlastung der Betroffenen zu sorgen. Das Risiko steigender Pflegekosten verbleibt überwiegend bei den Pflegebedürftigen. „Es muss deshalb, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, dringend geprüft werden, wie die kontinuierlich steigenden Eigenanteile weiter gesenkt werden können“, betont Storm. Nur so sei eine Begrenzung der Sozialhilfequote unter 30 Prozent zu erreichen.

Storm schlägt vor, die im SGB XI verankerten pauschalen Leistungsbeträge für den vollstationären Bereich erneut anzuheben. Auch die im Koalitionsvertrag angekündigte Herausnahme der Ausbildungskostenumlage aus den einrichtungsbezogenen Pflegekosten (EEE) wäre ein dringend notwendiger Schritt zur Entlastung. Eine wirksame Maßnahme könnte zudem die individuelle Anhebung der gestaffelten Leistungszuschläge sein. Im Jahr 2026 sollte eine Evaluierung der Maßnahmen erfolgen, um sicherzustellen, dass das Dreißig-Prozent-Ziel auch in den folgenden Jahren erreicht wird.

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen wirksam entlasten

Darüber hinaus müsse die ambulante Versorgung gestärkt werden, so Storm: „Damit Menschen gar nicht erst ins Pflegeheim kommen, müssen wir die Pflege in den eigenen vier Wänden viel stärker fördern. Das Pflegegeld sollte noch in diesem Jahr um mindestens zehn Prozent erhöht werden. Es sollte jährlich eine Anpassung der Leistungen an die allgemeine Kostenentwicklung erfolgen und wir brauchen das im Koalitionsvertrag beschlossene Entlastungsbudget, also die Zusammenfassung der Kurzzeit- und Verhinderungspflege.“

Umsetzung des BVerfG-Urteils zur Entlastung von Familien

Eine wichtige Maßnahme ist aus Sicht des DAK-Vorstandsvorsitzenden auch die sachgerechte Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils zur Berücksichtigung der Kinderzahl bei den Pflegebeiträgen. Hierzu hatte Professor Rothgang bereits im November 2022 für die DAK-Gesundheit Berechnungen vorgelegt. „Hier drängt die Zeit, nicht nur wegen der enormen finanziellen Belastungen der Haushalte, sondern weil die derzeitige Berechnung der Pflegebeiträge ab August schlicht verfassungswidrig ist“, sagt Storm.*

Höhere Kosten bedürfen einer fairen Finanzierung

Ein wichtiger Punkt ist für Storm, einen fairen Finanzierungsmix aus Beiträgen und Steuern zu finden, um damit die Finanzierungslücke in der Sozialen Pflegeversicherung zu schließen. Diese beträgt nach Berechnungen der DAK-Gesundheit vierzehn Milliarden Euro: Maßnahmen zur Senkung der Eigenanteile in der stationären Pflege würden bis zu vier Milliarden Euro kosten, weitere zwei Milliarden Euro wären für die zehnprozentige Anhebung des Pflegegelds und die Einführung des Entlastungsbudgets nötig. Die Umsetzung des Verfassungsgerichtsurteils zur Berücksichtigung der Kinderzahl bei den Pflegebeiträgen würde, wenn das DAK-Modell zur Umsetzung käme, drei Milliarden Euro kosten. Schließlich muss noch das strukturelle Finanzierungsdefizit geschlossen werden, das sich mittlerweile auf rund fünf Milliarden Euro pro Jahr beläuft.

„Kindererziehung, Angehörigenpflege und die Bekämpfung des Pflegenotstandes sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die ähnlich wie die Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung aus Steuermitteln finanziert werden müssen“, sagt Storm. „Eine faire, ordnungspolitisch gebotene Finanzierung setzt voraus, dass sowohl die Rentenversicherungsbeiträge pflegender Angehöriger, die Beitragsentlastung der Familien bei der Kinderzahl als auch die Finanzierung der Ausbildungskostenumlage aus Steuermitteln finanziert werden. Zusammen sind das 7,5 Milliarden Euro aus Bundesmitteln. Die verbleibende Finanzierungslücke von 6,5 Milliarden Euro müsste aus Beitragsmitteln geschlossen werden. Das ergäbe eine Beitragssatzanhebung um 0,4 Prozentpunkte.“

*Weitere Informationen zum DAK-Modell für eine Neugestaltung der Pflegebeiträge finden Sie hier: https://www.dak.de/dak/bundesthemen/dak-modell-fuer-spuerbare-entlastung-von-familien-beim-pflegebeitrag-2587510.html#/.

Montag, 30. Januar 2023

VdK zu steigenden Pflegeheimkosten: Nächstenpflege endlich stärken

VdK-Präsidentin Bentele: Kosten in der Pflege zu Hause haben sich ebenso drastisch erhöht - Lang versprochene Pflegegelderhöhung muss jetzt kommen

Verena Bentele
 © VdK / Marlene Gawrisch


Pflegebedürftige Menschen in Heimen müssen immer höhere Eigenanteile zahlen, das hat eine Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen ergeben. Der VdK mahnt dazu an, dass die Situation der zu Hause Gepflegten in der Debatte um steigende Pflegekosten nicht länger ignoriert werden darf. VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärt dazu:

„Die Debatte um die gestiegenen Pflegekosten geht an der größten Gruppe der Pflegebedürftigen knallhart vorbei, nämlich an den zu Hause Gepflegten. Dort haben sich die Kosten aufgrund der Anhebung der Pflegelöhne ebenso drastisch erhöht. Das kriegt aber kaum einer mit, weil der Fokus schon immer zu stark auf die Pflegeheime gerichtet wurde, weil die Politik das Problem aussitzt und weil die Betroffenen erprobt darin sind, eigene Lösungen finden zu müssen. Uns liegen Rechnungen unserer Mitglieder vor, die bis zu 25 Prozent mehr als im letzten Jahr für den Pflegedienst zuzahlen müssen. Die Betroffenen schränken sich bei der Pflege ein, bestellen den Pflegedienst nicht mehr so oft ein. Alles, weil sie sich die Pflege nicht mehr leisten können.

Mehr als eine Million Menschen werden zu Hause von ambulanten Pflegediensten versorgt, das sind weitaus mehr Menschen, als in Heimen gepflegt werden. Wir warnen eindringlich davor, die Situation der Pflege zu Hause weiter totzuschweigen. Wir müssen den Fokus dahin lenken, wo 84 Prozent der Pflegebedürftigen versorgt werden und wo die meisten auch gepflegt werden wollen: zu Hause. Dort brauchen wir endlich mehr Entlastung, Geld, Unterstützung, Wertschätzung. Konkret bedeutet das, dass die lang versprochene Pflegegelderhöhung und die Anhebung der ambulanten Pflegesachleistung, der Verhinderungspflege, der Tagespflege jetzt kommen muss. Seit Jahren gab es keine wirklichen Verbesserungen für die Menschen, die zu Hause pflegen und gepflegt werden, auf echte Reformen warten unsere über 2,1 Millionen Mitglieder viel zu lang. Die zu Hause Gepflegten müssen in der Debatte endlich auch stattfinden.“