Mittwoch, 19. Oktober 2022

Apotheken streiken heute in vier Bundesländern

Ab mittags bleiben die Apotheken geschlossen

 


Heute streiken die Apotheken in den Bundesländern Saarland, Schleswig-Holstein, Hamburg und Brandenburg. Ab mittags bleiben die Apotheken geschlossen. „Die Apotheken leiden unter der aktuellen Krise genauso wie viele andere. In dieser Situation soll nun noch das Honorar gekürzt werden. Damit läuft das Fass über. 

Deshalb streiken die Apothekerinnen und Apotheker in vier Bundesländern, stellvertretend für den Berufsstand“, sagt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Die Apothekerschaft sendet ein klares Signal an Bundesregierung und Bundestag

Das Apothekenhonorar wurde vor zehn Jahren letztmalig angepasst und soll – trotz Inflation und steigender Kosten für Personal und Energie – ab Januar 2023 um 120 Millionen pro Jahr gekürzt werden. So will es das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz, das am Donnerstag im Bundestag verabschiedet wird. 

Overwiening: „Die Apotheken brauchen Entlastung, keine weitere Belastung. Die Apothekerschaft sendet ein klares Signal an Bundesregierung und Bundestag, dass auch über das aktuelle Spargesetz hinaus dringend ein Politikwechsel notwendig ist. Die Arzneimittelversorgung in Deutschland muss wieder ein stabiles Fundament bekommen. Wir werden mit vereinten Kräften für diesen Politikwechsel kämpfen.“

Donnerstag, 15. September 2022

VdK-Präsidentin: „Pflegende Angehörige werden noch immer vergessen“

Kaufkraft des Pflegegeldes ist enorm gesunken

Verena Bentele
© VdK / Marlene Gawrisch

Die Ampel-Koalition hat im Koalitionsvertrag angekündigt, 2022 endlich das Pflegegeld zu erhöhen. Doch bislang gibt es dafür keine konkreten Pläne. Leidtragende sind neben den Pflegebedürftigen vor allem pflegende Angehörige, die auch beim dritten Entlastungspaket wieder leer ausgegangen sind. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele:

„Wir fordern den Bundesgesundheitsminister auf, endlich die Situation pflegender Angehöriger zu verbessern. Seit fünf Jahren warten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen auf die versprochene Erhöhung des Pflegegeldes. Nicht zuletzt wegen der hohen Inflationsrate hat dieses enorm an Kaufkraft verloren.

Gleichzeitig wurden im dritten Entlastungspaket erneut pflegende Angehörige, die nicht mehr arbeiten, aber auch noch nicht in Rente sind, vergessen. Sie bekommen keine Energiepreispauschale. Pflegende Angehörige brauchen dringend spürbare Entlastungen. Die Ampel-Koalition muss nun schnellstmöglich ihr Versprechen einlösen und das Pflegegeld noch in diesem Jahr deutlich erhöhen.“

Dienstag, 6. September 2022

Schnelle Hilfe für alle Leistungserbringer

Neue BARMER-Hotline

0800 333 06 06

Die Barmer erweitert ihren Service für die Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Ab sofort können sich zum Beispiel Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bei sämtlichen Fragen, die die Zusammenarbeit mit der Kasse betreffen, an eine spezielle Hotline wenden. „Die Barmer will mit ihrer neuen Hotline Leistungserbringern schnell und unbürokratisch weiterhelfen, wenn sie ein Anliegen haben. Damit bleibt ihnen mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe, nämlich die Versorgung der Patientinnen und Patienten, und das ist uns allen besonders wichtig“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.

Wenn es zum Beispiel leistungsrechtliche Fragen gebe, können sich Leistungserbringer schnell und unkompliziert an die kostenfreie Hotline der Kasse wenden. Damit komme die Barmer der Erwartung nach, Lösungen für Anliegen direkt und ohne lange Wartezeiten zu erhalten. Die Hotline ist von Montag bis Freitag zwischen 7 Uhr und 20 Uhr unter 0800 333 06 06 erreichbar. Für eine noch schnellere und gezieltere Beratung werden die Leistungserbringer gebeten, ihr Institutionskennzeichen oder ihre lebenslange Arztnummer bereit zu halten.