Dienstag, 8. November 2022

Anregungen zur Testamentsgestaltung

Noch entscheide ich

 


Durch eine Alzheimer-Erkrankung werden Betroffene zunehmend vergesslich, verwirrt und orientierungslos. Die Wahrscheinlichkeit, an der häufigsten Form der Demenz zu erkranken, steigt mit dem Alter. Darum ist es wichtig, sich rechtzeitig mit der Regelung des Nachlasses zu beschäftigen. Denn mit einer Alzheimer-Diagnose ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich Betroffene nicht mehr selbst um die letzten Dinge kümmern können, weil sie nicht mehr testierfähig sind.

Deshalb ist es ratsam, rechtzeitig ein Testament aufzusetzen. Damit ein Testament gültig ist, gibt es einiges zu berücksichtigen. Beispielsweise muss ein selbstverfasstes Testament immer mit der Hand geschrieben sein. Es muss darüber hinaus eindeutig als Testament gekennzeichnet, datiert und unterschrieben sein. Außerdem ist es wichtig, dass die Erbeinsetzung eindeutig ist. Es muss klar benannt sein, wer zu welchen Teilen erben soll. Ohne Testament und gesetzliche Erben fällt der Nachlass an den Staat.

Was bei der Erstellung eines rechtsgültigen Testamentes sonst noch zu beachten ist, erklärt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) aus Düsseldorf mit einer neuen Testamentsbroschüre. Die Broschüre kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Website: www.alzheimer-forschung.de/zukunft-gestalten oder unter der Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0.

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher*innen und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 327 Forschungsaktivitäten mit 13,3 Millionen Euro unterstützen und über 900.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Montag, 31. Oktober 2022

Digitalisierung nimmt stark an Fahrt auf

Interesse am digitalen Abruf der AU wächst stetig 


Der Anteil elektronischer Krankschreibungen (eAU) nimmt deutlich zu. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Barmer hervor. Demnach lag der Anteil der eAU, die die Kassen von Ärztinnen und Ärzten digital übermittelt bekommen, in Kalenderwoche (KW) 22 dieses Jahres (30. Mai bis 5. Juni) bei rund 20 Prozent und in KW 42 (17. bis 23. Oktober) bei fast 79 Prozent. Das entspricht fast einer Vervierfachung. An einzelnen Tagen übersteigt die Quote inzwischen sogar 80 Prozent deutlich. Zugleich sank die Fehlerquote bei den eAU von knapp sechs auf rund 0,3 Prozent. „Im Bereich der Krankschreibungen nimmt die Digitalisierung im Gesundheitswesen stark an Fahrt auf. Wir geben alles daran, dass auch andere wichtige Projekte wie etwa die elektronische Patientenakte sich zunehmend durchsetzen. Wichtig ist, dass die Bundesregierung ihr Vorhaben zeitnah umsetzt, wonach allen Versicherten im Opt-Out-Verfahren eine elektronische Patientenakte zur Verfügung gestellt wird“, sagte Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Für die eAU formulierte der Barmer-Chef eine wünschenswerte Digital-Quote von 95 Prozent.

Interesse von Betrieben am digitalen Abruf der AU wächst stetig

Die digitale Einreichung der Krankschreibung bei den Krankenkassen sei aber nur ein Schritt bei der Umstellung der Krankmeldung von der Papierform auf die eAU. Mit Beginn des Jahres 2023 könnten Arbeitgeber die AU-Daten ihrer Beschäftigten nur noch elektronisch bei den Kassen abrufen. Dazu laufe im kompletten Jahr 2022 ein Pilotprojekt zum Datenaustausch. Dabei verzeichne die Barmer ein stetig steigendes Interesse an dem Verfahren. Im ersten Halbjahr habe es 128.000 Abrufe und seit Juli bereits mehr als 116.000 Downloads gegeben. „Die Unternehmen zeigen ein starkes Interesse am digitalen eAU-Verfahren. Wir gehen deshalb zuversichtlich ins kommende Jahr, ab dem die digitale Krankschreibung flächendeckend von allen Unternehmen eingesetzt wird“, sagte Straub. Informationen zum Verfahren biete die Barmer für Arbeitgeber in ihrer alljährlichen Seminarreihe „Änderungen in der Sozialversicherung“ an, die ab dem 24. November beginne. Informationen zur eAU finden Interessierte unter www.barmer.de/a006971 .

Mittwoch, 19. Oktober 2022

Apotheken streiken heute in vier Bundesländern

Ab mittags bleiben die Apotheken geschlossen

 


Heute streiken die Apotheken in den Bundesländern Saarland, Schleswig-Holstein, Hamburg und Brandenburg. Ab mittags bleiben die Apotheken geschlossen. „Die Apotheken leiden unter der aktuellen Krise genauso wie viele andere. In dieser Situation soll nun noch das Honorar gekürzt werden. Damit läuft das Fass über. 

Deshalb streiken die Apothekerinnen und Apotheker in vier Bundesländern, stellvertretend für den Berufsstand“, sagt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Die Apothekerschaft sendet ein klares Signal an Bundesregierung und Bundestag

Das Apothekenhonorar wurde vor zehn Jahren letztmalig angepasst und soll – trotz Inflation und steigender Kosten für Personal und Energie – ab Januar 2023 um 120 Millionen pro Jahr gekürzt werden. So will es das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz, das am Donnerstag im Bundestag verabschiedet wird. 

Overwiening: „Die Apotheken brauchen Entlastung, keine weitere Belastung. Die Apothekerschaft sendet ein klares Signal an Bundesregierung und Bundestag, dass auch über das aktuelle Spargesetz hinaus dringend ein Politikwechsel notwendig ist. Die Arzneimittelversorgung in Deutschland muss wieder ein stabiles Fundament bekommen. Wir werden mit vereinten Kräften für diesen Politikwechsel kämpfen.“